ORG4

SONY DSC

Rolf Häsler, Tenorsaxophon
Stewy Von Wattenwyl, Hammond B-3
Nick Perrin, Gitarre
Kevin Chesham, Schlagzug

Jungfrau-Zeitung vom 7. Dezember 2009:

«Was mit «Hot Barbecue» begann, endete mit einem fantastischen Jazzanlass der besonderen Klasse. Für ein begeistertes Jazzpublikum spielten Stewy von Wattenwyl, Hammond, Gitarrist Nick Perrin, Drummer Kevin Chesham und Tenorsaxofonist Rolf Häsler schwärzesten Blues, Perlen aus dem Great American Songbook als auch funkige Grooves und stimmungsvolle Eigenkompositionen.
 
Jazzkompositionen vom Feinsten
Immer wieder neu, anders und nie langweilig spielten die vier Musiker an diesem Abend Jazzkompositionen vom Feinsten im Kunsthaus. Im Gegensatz zur dezenten Bühnen- und Raumbeleuchtung füllten rassige Rhythmen, verschiedene Themen und die dazugehörenden Chorusse den Raum direkt, ursprünglich, lebendig und mitreissend. Die Freude des Publikums widerspiegelte sich in dementsprechend viel Applaus. Der Rhythmus ist der eigentliche Ordnungsfaktor in der Jazzmusik, wie schon der renommierte Jazzjournalist Joachim-Ernst Berendt wusste. «Speak low, sprich leise», hiess eines der Stücke. «Zum Tanzen etwas schwierig», sagte Rolf Häsler und ergänzte, dass weder dem Walzer noch dem Foxtrott der Fünfvierteltakt zuzuordnen sei. Und leise ging es am Freitagabend gar nicht zu und her.
 
Beinahe zum Beben gebracht
Herausragende Musiker, welche ihrer Begeisterung für maximal swingenden, frischen Straight Ahead Jazz nachleben, begeisterten mit ihrer Musik. Stewy von Wattenwyl und sein Quartett verstanden es, während des zweistündigen Konzerts nicht nur mit Delikatessen für alle Hammond-Fans zu sorgen, sondern stellte den Jazz in den Mittelpunkt. Mit Soloeinlagen und Improvisationen verblüfften Drummer Chesham und Gitarrist Perrin. Rolf Häsler, einer der erfahrensten, vielseitigsten und versiertesten Schweizer Saxofonisten passte mit seinem Sound und seiner Spielkonzeption perfekt in die Band. Beinahe gelang es dem Quartett, die Gemäuer des Kunsthauses zum Beben zu bringen.»